Und er/es heißt iPad…

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Eigentlich wollte ich schon gestern etwas über das iPad schreiben, allerdings ist es bei Apple Events besser erst einmal eine Nacht darüber zu schlafen. Sonst ist man entweder viel zu euphorisch beziehungsweise im anderen Fall, zu enttäuscht.

Genug davon, kommen wir zum wesentlichen:

Ohne jetzt noch einmal auf die technischen Spezifikationen einzugehen (nachzulesen auf so vielen Seiten: bei  Apple direkt, Heise online, fscklog & omg: sogar Bild) ein Paar Punkte zum neuen “Wundergerät”. Die Medien die nicht ursprünglich im Netz zu Hause sind, neigen stark zur Übertreibung.

Bei der Einführung erzählte Steve Jobs von einigen “Updates” (284 Retail Stores, 50 Millionen Besucher in den Stores im letzten Quartal…;) und stimmt das Publikum auf das nun kommende ein: “Apple is a mobile devices company”. Nach kurzen aber freundlichen Seitenhieben auf Samsung, Nokia und Sony ging Steve dann auf die Etablierung einer neuen Geräteklasse zwischen Smartphones und Notebooks ein. Und dann kam er: der iPad.

Keine Frage: Das Gerät sieht toll aus. Seit dem iPhone (& iPod touch) wissen wir, dass eigentlich jeder mit der Bedienung zurecht kommen kann. Der Preis (ab 500$ – umgerechnet ca. 356 €) ist sehr fair. Aber so ein Gerät hätte auch die Konkurrenz zu Stande bringen können. Oder eben nicht?

Man darf das Gerät nicht isoliert betrachten. Es ist natürlich voll kompatibel mit dem etablierten AppStore. Außerdem soll der neue iBookstore das Pad mit Lesestoff versorgen. (Leider vorerst nicht in Deutschland) Bei Apple zählt wie immer das Gesamtpaket. Es ist nicht nur die Hardware und die Software. Es sind die Möglichkeiten, die sich damit eröffnen. Mit dem AppStore hat Apple einen Glücksgriff gemacht, der die Konkurrenz noch eine zeitlang hinterher hinken lässt.

Bedenklich finde ich hingegen, dass der iPad kein Multitasking unterstützt. Die fehlende Kamerafunktion (Hinweis) wird wohl in einer der kommenden Überarbeitungen der Produktreihe nachgereicht werden.

Kaufgrund?

Wer sich in letzter Zeit ein Netbook zugelegt hat, wird wohl kaum einen iPad kaufen. Selbst Leute mit Notebook müssen sich überlegen, ob sie noch ein mobiles Gerät benötigen. Sicherlich ist wie immer der Haben-Will Faktor groß. Auch wenn manche der Meinung sind, der iPad ist quasi ein iMac Ersatz – in Kombination mit Dock und Tastatur – ist imo auf dem Holzweg. Einen halbwegs stationären Rechner kann der iPad nicht ersetzen, dafür reichen Speicher, Prozessor und System nicht aus. Es wird sein, wie Steve Jobs gesagt hat: Ein Gerät als Lösung zwischen Smartphone und Notebook. Wobei in diesem Fall das Notebook zum Desktopersatz reift. Die Notebook-Mobilität wird zum Feature.

Irgendwie juckt es mich schon, das iPad zu kaufen, allerdings ist es wohl sinnvoller ein mittleres MacBook Pro oder einen neuen iMac 27″ zu kaufen. (MacBook Pro Late 2007 kommt ein wenig in die Jahre) Wobei es sich hier höchstwahrscheinlich lohnt die nächste Aktualisierung der Produktlinie abzuwarten.

Ausblick

Was mich in Sachen Produktmarketing ein wenig verwirrt, ist der Punkt das Apple sich quasi die eigenen Kunden wegnimmt. Wer sich ein iPad zulegt, wird wohl kaum noch ein iPhone und ein MacBook (Pro) besitzen. Eines von beiden vielleicht, aber 3 Produkte, die so viele Schnittmengen in der Verwendung haben sind irgendwie des Guten zu viel. Vielleicht ist es aber auch so, dass es sich mit dem iPad zu den MacBook (Pro) wie mit dem Mac mini zu den iMacs verhält: Für Einsteiger und bestimmte Anwendungsfälle eine geeignete Lösung.

Das kleinste MacBook wird wohl am aussterben sein. Wobei: Seit dem Mac mini wissen wir, totgesagte leben länger :)

Links

Videomitschnitt des Special Events

engadget: First Hands on!

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