Kritik am aktuellsten Mac OS X Betriebssystem gibt es ja zur Genüge, an dieser Stelle sei mal stellvertretend auf BasicThinking verwiesen.
Das Launchpad, das inverse (oder doch natürliche?) Scrollen hab ich gleich mal deaktiviert/ignoriert.
Und was sonst noch ordentlich auf den Wecker geht.…
.…ist die Wiederherstellungsfunktion beim Komplett-Schließen einer Anwendung. Wenn man — zum Beispiel ein Video abspielt und die komplette Anwendung über die obere Menüleiste schließt, wird das Video beim nächsten direkten Start wieder geöffnet. Soll ich mir es nochmal anschauen? Bei Texteditoren mag das ja sinnvoll sein, aber auch da nervt es gelegentlich. Manchmal möchte man einfach nicht die zuletzt geöffneten Dateien angezeigt bekommen. Im Studium beispielsweise hantiere ich zeitgleich mit 5 oder 6 Texten herum; nur weil das Programm schließe, heißt es noch lange nicht, dass ich einen alten Text wieder bearbeiten möchte. Unterm Strich gibt es bei mir nur eine Anwendung, wo es Sinn macht und das ist TeXShop. Bei den anderen könnt ich darauf verzichten. Schön wäre es, wenn man das Erneut-Öffnen-Verhalten differenzierter handhaben könnte.
Abhilfe gegen das “Problem” (manche werden es vielleicht nicht so sehen) gibt es, indem man einfach erst das Fenster (Rotes X) anklickt und dann die Anwendung schließt. Apfel + Q ist — wenn man die Wiederherstellung vermeiden möchte — in diesem Fall also Gift.
Noch schlimmer…
… oder ärgerlicher ist das Verhalten von Spaces im Zweimonitorbetrieb. Ich schwör seit Jahren darauf, aber Lion verdirbt es einem irgendwie:
Wenn man ein Programm — zum Beispiel hier den Finder — auf dem linken Monitor hat; kann man das Fenster nicht direkt auf einen Space im rechten Monitor ziehen. Man muss es also umständlicher Weise erst nach rechts verschieben, dann loslassen, wieder in den Exposé-Modus wechseln (damit wieder alle Spaces angezeigt werden) und dann kann man das Fenster auf den gewünschten Ziel-Space verschieben. Idiotisch!
Unter Snow Leopad war es überhaupt kein Problem, da waren allerdings die Spaces von beiden Monitoren noch gekoppelt in der Exposé-Ansicht.
Von links gesehen war die Übersicht aller Spaces bei Snow Leopard wie folgt:
1. Space Monitor links, 1. Space Monitor rechts | 2. Space Monitor links, 2. Space Monitor rechts | ....
und nicht wie bei Lion:
1. Space Monitor links | 2. Space Monitor links |...| N. Space Monitor links |
| 1. Space Monitor rechts | 2. Space Monitor rechts
Auch die Aufteilung bei Snow Leopard machte es durchaus leichter, da man ja sinnvollerweise auf dem zweiten Monitor etwas thematisch relevantes zum 1. Monitor verwendet.
Wenn man also ein Programm-Fenster auf den entsprechenden Space ziehen möchte, muss man immer darauf achten, dass man dann auch den richtigen erwischt.
Bei einer hohen Zahl an Spaces muss man schon mal abzählen. Ich hab bei jedem der vier darauf folgenden Updates gehofft, dass das Problem mit Boardmitteln zu lösen ist. Aber scheinbar hat sich da noch nichts getan. Kennt jemand zufällig einen Drittanbeiter, der eine Lösung parat hat?
Ach ja, ein kleines Feature was mich seit Lion sehr freut: Bei Vorschau kann man endlich Pfeile einzeichnen, dass ist natürlich sehr hilfreich bei Screenshots (siehe oben).
Tags: Dual Head, Lion, Mac OS X, Mac OS X 10.7, Zweimonitorbetrieb

