Kategorie-Archiv: Netzkultur

Wikipaintings – Visual Art Encyclopedia

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Nicht nur für Kunststudenten: Wikipaintings

“The project aims to create high-quality, most complete and well-structured online repository of fine art. We hope to make classical art a little more accessible and comprehensible, and also want to provide a new form of interaction between contemporary artists and their audience. In the future we plan to cover the entire history of art — from cave artworks to the new talents of today.

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OffeneKommune – Bürgerbeteiligung

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Bin gerade über eine Plattform gestolpert: OffeneKommune.

Das Konzept der OffenenKommune basiert auf dem zunehmenden Bedürfnis nach Beteiligung der Bürger und Bürgerinnen an kommunalen Entscheidungsfindungsprozessen. Dabei stellt OffeneKommune eine neutrale, kommunale Infrastrukturplattform dar, die zum Ziel hat, Raum für einen direkten und nachhaltigen Dialog zwischen Bürgern, Interessengemeinschaften und Kommunen zu bieten.
Allen Beteiligten wird dabei die Möglichkeit gegeben, frühzeitig und auf gleicher Augenhöhe, gemeinsam über kommunale Anliegen zu diskutieren und Lösungskonzepte zu erarbeiten. Dies kann sowohl in aktiver, als auch in passiver Rolle geschehen: Bereits bestehende Texte können studiert und verfolgt oder auch eigene Vorschläge und Kommentare eingebracht werden.   (Quelle)

Grundlage des Angebots ist die Software Adhocracy, die unter anderem auch von der Enquete-Kommission Internet (“Axel E. Fischer” ^^) eingesetzt wird.

Aber zurück zu “OffeneKommune”: Es ist ganz interessant nach seiner Stadt/Region zu suchen; allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass die Bandbreite der (Änderungs)Anliegen sehr breit gestreut ist. Auch wenn manche Diskussionen vielleicht auf dem ersten Blick triviale Änderungen diskutieren; je mehr Leute dafür zustimmen desto “wichtiger” wird das Anliegen, auch wenn es sich um die Art der Blumen am Eingang des Stadtparks handelt. *g*

ISPs erkennen Speedtests

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Fefe hat gestern geschrieben, dass sein Durchsatz bei Kabel Deutschland höher war, als er eine Datei mit “/Speedtest/” in der URL heruntergeladen hat.

“Während ich die Datei zog, sprang die Downloadrate von dem parallel dahinschnarchenden Download von 300 KB/sec auf 1,2 MB/sec hoch. Sobald der wget mit der Speedtest-URL fertig war oder ich ihn abbrach, bremste sich auch der andere Download wieder in den Keller.”

Ist doch schön oder? Weiß man absofort wie man große Dateien Verlinken muss, damit es schneller geht. Bin mal gespannt, ob es bei der Telekom genauso ist; muss ich mal ausprobieren wenn ich damit ins Netz gehe.

Kurz & Knapp: Fernsehsuche in diversen Mediatheken

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Der Dienst Fernsehsuche durchsucht die Online-Mediatheken von diversen TV-Sendern nach dem gewünschten Suchbegriff. Die Ergebnisse werden sauber aufbereitet. Berücksichtigen sollte man allerdings, dass teilweise Inhalte aus den Mediatheken entfernt werden. Bei einem ersten Test sind mir ein paar vergangene Sendungen aufgefallen, die nicht gefunden wurden.

Warum der Suchbegriff “Piratenpartei” im unteren Screenshot allerdings eine Sendung (vermeintlich ^^) vom kommenden Dezember findet, bleibt ein Geheimnis.

 

Update: Das falsche zukünftige Datum wird direkt aus der (hier: ZDF) Mediathek übernommen:

Quelle: c’t 14/2012, S. 178

Infotainment: Galileo und der alte Fritz

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Am gestrigen Sonntag Abend (22.01.2012) kam – wie immer um diese Zeit – eine Folge Galileo. Unter anderem gab es ein Porträt über Friedrich II in der Rubrik “Wer war eigentlich…?”. Das ca. sechminütige Video ist hier zu sehen.

Zugegeben I: Der Beitrag ist mit den ganzen Kostümen interessant aufbereitet; man ratet munter mit um welchen Staatsmann es denn gehen könnte. Aber inwieweit die Informationen, die Galileo anbietet der Wahrheit entsprechen zeigt folgender Punkt: (Auszug aus dem TV-Beitrag ab 02:54 Minuten)

Er ist ein Multitalent. Er spielt nicht nur sehr gut Querflöte, er komponiert sogar ganze Symphonien. Die heutige spanische Nationalhymne stammt aus seiner Feder.

Vor allem der letzte Punkt hat mich sehr interessiert, hatten die Spanier keine andere Möglichkeit als ausgerechnet das Werk eines Preußen als Nationalhymne zu verwenden? Ein kurzer Besuch beim Wikipedia-Artikel “Marcha Real” gab Aufschluss:

Marcha Real („Königlicher Marsch“) ist die Nationalhymne von Spanien. Sie ist eine der wenigen Nationalhymnen ohne Text.

Die spanische Nationalhymne ist eine der ältesten in Europa. Erstmals nachweisbar ist sie 1761 im Libro de Ordenanza de los toques militares de la Infantería Española (Buch der Ordnung der militärischen Signale der spanischen Infanterie) von Manuel Espinosa unter dem Titel Marcha Granadera (Grenadiermarsch). Weit verbreitet ist der im 19. Jahrhundert in Spanien entstandene Mythos, der Komponist sei Friedrich II. von Preußen (Friedrich der Große) gewesen, der sie Karl III. gewidmet habe. Diese Behauptung beruht jedoch auf unrichtigen historischen Voraussetzungen.

Als Quelle für den letzten Satz wird dieser Link auf spanisch herangezogen. (Kann leider kein Spanisch, wer möchte kann gern die wichtigste Passage herausstellen). Im Wikipedia-Artikel zu Friedrich II.  wird die Urheberschaft Friedrichs ebenfalls als Legende abgetan mit Verweis auf das “Handbuch der preußischen Geschichte“.

Wo kommt diese Legende her? Beziehungsweise: Warum hat Galileo ihn übernommen?

Das im 19. Jahrhundert diese Mythos entstanden ist mag ja sein. Aber woher hat Galileo ihn her? Eine erste Websuche brachte mehr Ergebnisse mit Hinweisen darauf, dass die Urheberschaft  eine Legende ist und nicht anders herum. Eine Ausnahme stellt dieser Online-Artikel der Märkischen Allgemeinen  vom 07.01.2012 dar:

Doch am Ende sind es auch immer wieder die kleinen Anekdoten am Rande, die Wilhelm [Anmerkung: Autor eines Theatherstücks über Friedrich II.] an seiner Arbeit liebt. Wer zum Beispiel weiß, dass die spanische Nationalhymne „La Marcha Real“ („Der königliche Marsch“) von Friedrich II. komponiert worden ist?

Zugegeben II: Auch wenn die zwei Belege der Wikipedia-Artikel möglicherweise nicht sofort  nachvollzogen werden können – da der eine auf Spanisch und der andere ein Handbuch über preußische Geschichte ist – sollten zumindest Zweifel am Wahrheitsgehalt der ursprünglichen Quelle der Galileo Redaktion – welche Sie auch immer sein mag – bestehen.

Eines zeigt dieses Beispiel auf jeden Fall: Galileo ist nicht die Sendung mit der Maus und selbst die muss man selbstverständlich mit kritischem Auge anschauen :-)

Morgen schau ich mal in den Lesesaal der Bib ob was dazu im erwähnten Handbuch steht.

Weitere Links:

Spanische Nationalhymne als mp3