Kategorie-Archiv: Datenschutz

Surfen mit JAP/JonDo

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Moin

Hab grad meinen Safari (oder besser gesagt in den Netzwerkeinstellungen) mit den Konfigurationseinstellungen von JAP/JonDo gefüttert.

JAP stand früher Java Anon Proxy und – wer hätte es gedacht – anonymisiert über Mix-Kaskaden  Verbindungen.

[...]

Neben der JAP-Software, die auf den Client-Rechnern läuft, werden von den Projektpartnern auch Mix-Server entwickelt, welche inzwischen auch durch Dritte betrieben werden. Der JAP-Client dient dabei als Proxy auf dem lokalen Rechner und baut eine verschlüsselte Verbindung zu einem Mix-Server auf, der die Anfragen des Browsers dann über weitere Mixe (sog. Mix-Kaskade) an den eigentlichen Server liefert und dessen Antwort auf gleichem Weg zurück liefert. Der angefragte Server kann so die Identität des Clients nicht feststellen. Da die Datenpakete zwischen den einzelnen Mixen sowohl verschlüsselt als auch verwürfelt werden, kann bei hinreichendem Verkehr die Kommunikationsbeziehung nur aufgedeckt werden, wenn alle Mixe der Kaskade kooperieren. [...] (Quelle Wikipedia)

JAP alleine wurde Mitte 2007 zu JonDonym umbenannt, nachdem die öffentliche Förderung des damaligen Anonymisierungsdienstes AN.ON abgelaufen ist. JonDonym ist erstmal kostenlos, die Nutzung sicherer und schnellerer Anonymsierungsdienste kostet allerdings.

Die Einstellungen werden im Einrichtungsassistenten erklärt. Beim ersten Eindruck wirkt JonDoe schneller als TOR. Allerdings macht auch TOR keine Unterschiede bei den Sicherheitsstufen. (soweit ich weiß ^^)

Wie schon gesagt ist das bei JonDonym anderst:

Die Software für den Dienst JonDonym ist kostenlos, ebenso wie einige der JonDonym-Mixkaskaden. Bezahlt werden muss für den qualitativ hochwertigen Teil des Anonymisierungssystems, die

Premiumdienste

  • Hohe Verfügbarkeit Es sind immer ausreichend Premiumdienste vorhanden, um sich zu verbinden.
  • Gute Performance Eine Geschwindigkeit von mindestens 64 kbit/s (ISDN) kann zu 90% garantiert werden.
  • Höhere Sicherheit Die kostenpflichtigen Mixkaskaden sind meist länger als die kostenlosen, und typischerweise auch über mehrere Länder verteilt.
  • Alle Internetports können genutzt werden, z.B. FTP, SSH, Chatprotokolle,…

Ich werd die kostenlose Variante weiterhin nutzen, mal schauen ob ich mich irgendwann mal auf TOR oder JonDonym festlege. Wahrschlich wirds mal TOR weil es mir sympatischer ist. :) Aber auch die Firma will ja ihr Geld verdienen. Und da ist es wieder positiv anzumerken, dass es eine kostenlose Ausführung gibt. (Client is ja eh kostenlos)

Normal nutz ich Firefox, dafür würde es ein angepasstes Profil geben.

Scroogle: Sicher googeln

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Ich nenn es mal scroogeln.

Scroogle ist ein Screen Scraping Proxy für Google. In anderen Worten: Eure Suchanfragen werden nicht protokolliert, Google schenkt euch keinen Cookie  und ihr müsst euch keine Sorgen machen, dass die Krake Daten sammelt. (Sofern natürlich alles noch stimmt was man so liest ^^)

Hier ein Auszug aus der englischen Wikipedia zur weiteren Beschreibung:

Scroogle is a web service that disguises the Internet address of users who want to run Google searches anonymously.[4] Scroogle also gives users the option of having all communication between their computer and the search page be SSL encrypted.[5]

The tool was created by Google critic Daniel Brandt,[2][3] who was concerned about Google collecting information on users, and set up Scroogle to filter searches through his servers before going to Google. “I don’t save the search terms and I delete all my logs every week. So even if the F.B.I. come around and ask me questions I don’t know the answer because I don’t have the logs any more,” he said “I don’t associate the search terms with the user’s address at all, so I can’t even match those up.”[6]

[...]

So gefällt mir das :)

(Die Bilder sind Screenshots von der Scroogle Website.)

Den Dienst gibt es eigentlich schon länger, (beim deutschen Wikipedia Artikel steht was vom Januar 2005, allerdings wurde scheinbar Scroogle 2003 von Google geblockt – verwirrend! Aber wahrscheinlich ist die kritische Website gemeint) aber ich finde der Web Service ist noch zu wenig verbreitet .

Scroogle ist in 28 Sprachen verfügbar, natürlich auch in Deutsch.

Wunderbar ist auch das man Scroogle zu den Suchmaschinen im Firefox Suchfenster (ok oder fürn IE7 :P ) hinzufügen kann.

Weitere Infos zum Datenschutz fürs Private Surfen findet ihr hier auf daten-speicherung.de

BigBrother Awards: Die Gewinner 2008

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Moin

Dieses Jahr sind in Bielefeld wieder die BigBrother Awards vergeben worden.

Das die Telekom zu den “Gewinnern” gehört war ja eigentlich schon klar. Ein Knaller war natürlich auch der Preistträger in der Rubrik “Gesundheit und Soziales“: Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse ( vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden Herrn Prof. Dr. h.c. Herbert Rebscher). Es wurden Patientendaten von 200.000 chronisch kranken Versicherten an eine Firma ohne der Zustimmung der Betroffenen weitergegeben. Auf unserem Weg zum Überwachungsstaat hat naürlich auch der Bundestag seinen Teil dazu beigetragen.

Ich freu mich schon auf nächstes Jahr. Hoffentlich wird da die Auswahl leichter und die Medien werden nicht durch weitere Datenlecks/Nachlässigkeiten oder weitere Einengungen der Privatsphäre überflutet.

Wobei, vielleicht sollte erstmal noch mehr in der Richtung passieren, damit die breite Masse der Bevölkerung aufmerksamer wird. So ähnlich wie bei der Sache mit den “Nacktkörperscannern” am Flughafen.