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Podiumsdiskussion “Was Vorratsdaten über uns verraten” (Regensburg)

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Am morgigen Freitag den 20. Mai findet in H5 (Zentrales Hörsaalgebäude) die Podiumsdiskussion “Was Vorratsdaten über uns verraten” an der Universität Regensburg statt. Veranstalter des Diskussionsabends ist die Ortsgruppe Regensburg des AK Vorrat, der Deutsche Gewerkschaftsbund Region Regensburg und der Lehrstuhl für Medieninformatik der Universität Regensburg.

Veranstaltung auf Facebook (außerdem: Bildquelle)

Beteiligte Personen:

  • Herr Malte Spitz – Bundesvorstand Bündnis 90/Die Grünen, aktives Mitglied des AK Vorrat
  • Herr Prof. Dr. Christian Wolff – Lehrstuhlsinhaber Medieninformatik an der Universität Regensburg
  • Frau Sabine Sobola- Rechtsanwältin in Regensburg und u.a. Lehrbeauftragte für IT-Recht, Urheber- und Medienrecht an der Universität Passau

Und hier ein Vorgeschmack in ein Teilgebiet der Thematik:

Sechs Monate seiner Vorratsdaten hat der Grünenpolitiker Malte Spitz von der Telekom eingeklagt und ZEIT ONLINE zur Verfügung gestellt. Auf Basis dieser Daten können Sie all seine Bewegungen dieser Zeit nachvollziehen. Die Geodaten haben wir zusätzlich mit frei im Netz verfügbaren Informationen aus dem Leben des Abgeordneten (Twitter, Blogeinträge und Webseiten) verknüpft.

(Quelle: ZEIT ONLINE)

Außerdem: BKA-Chef drängt weiter auf Vorratsdatenspeicherung (Heise Online, 18.05.2011)

 

Scroogle: Sicher googeln

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Ich nenn es mal scroogeln.

Scroogle ist ein Screen Scraping Proxy für Google. In anderen Worten: Eure Suchanfragen werden nicht protokolliert, Google schenkt euch keinen Cookie  und ihr müsst euch keine Sorgen machen, dass die Krake Daten sammelt. (Sofern natürlich alles noch stimmt was man so liest ^^)

Hier ein Auszug aus der englischen Wikipedia zur weiteren Beschreibung:

Scroogle is a web service that disguises the Internet address of users who want to run Google searches anonymously.[4] Scroogle also gives users the option of having all communication between their computer and the search page be SSL encrypted.[5]

The tool was created by Google critic Daniel Brandt,[2][3] who was concerned about Google collecting information on users, and set up Scroogle to filter searches through his servers before going to Google. “I don’t save the search terms and I delete all my logs every week. So even if the F.B.I. come around and ask me questions I don’t know the answer because I don’t have the logs any more,” he said “I don’t associate the search terms with the user’s address at all, so I can’t even match those up.”[6]

[...]

So gefällt mir das :)

(Die Bilder sind Screenshots von der Scroogle Website.)

Den Dienst gibt es eigentlich schon länger, (beim deutschen Wikipedia Artikel steht was vom Januar 2005, allerdings wurde scheinbar Scroogle 2003 von Google geblockt – verwirrend! Aber wahrscheinlich ist die kritische Website gemeint) aber ich finde der Web Service ist noch zu wenig verbreitet .

Scroogle ist in 28 Sprachen verfügbar, natürlich auch in Deutsch.

Wunderbar ist auch das man Scroogle zu den Suchmaschinen im Firefox Suchfenster (ok oder fürn IE7 :P ) hinzufügen kann.

Weitere Infos zum Datenschutz fürs Private Surfen findet ihr hier auf daten-speicherung.de

BigBrother Awards: Die Gewinner 2008

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Moin

Dieses Jahr sind in Bielefeld wieder die BigBrother Awards vergeben worden.

Das die Telekom zu den “Gewinnern” gehört war ja eigentlich schon klar. Ein Knaller war natürlich auch der Preistträger in der Rubrik “Gesundheit und Soziales“: Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse ( vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden Herrn Prof. Dr. h.c. Herbert Rebscher). Es wurden Patientendaten von 200.000 chronisch kranken Versicherten an eine Firma ohne der Zustimmung der Betroffenen weitergegeben. Auf unserem Weg zum Überwachungsstaat hat naürlich auch der Bundestag seinen Teil dazu beigetragen.

Ich freu mich schon auf nächstes Jahr. Hoffentlich wird da die Auswahl leichter und die Medien werden nicht durch weitere Datenlecks/Nachlässigkeiten oder weitere Einengungen der Privatsphäre überflutet.

Wobei, vielleicht sollte erstmal noch mehr in der Richtung passieren, damit die breite Masse der Bevölkerung aufmerksamer wird. So ähnlich wie bei der Sache mit den “Nacktkörperscannern” am Flughafen.

Jaja da ist es ja schon: Chrome sammelt

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Ein kleiner Blick in die Anmerkungen zum Datenschutz verrät schon, was Chrome so anstellt:

[...]

Darüber hinaus werden von einigen Funktionen von Google Chrome begrenzte weitere Informationen an Google gesendet:

  • In die Adressleiste eingegebene URLs oder Suchanfragen werden an Google gesendet, damit von der Vorschlagsfunktion automatisch gesuchte Begriffe oder URLs empfohlen werden können. Falls Sie Nutzerstatistiken an Google senden möchten und Sie eine vorgeschlagene Suchanfrage oder URL akzeptieren, sendet Google Chrome diese Information ebenfalls an Google. Sie können diese Funktion wie hier erläutert deaktivieren. [...]

Allein schon die Überschrift ist sarkasttisch. Also Finger weg!
Weitere Infos gibts hier und da. Schade das die Nominierung für den Big Brother Award schon abgelaufen sind. Sonst hätt ich vielleicht noch ein paar Vorschläge eingereicht. ^^

Ferner noch interessant ist die Eula:

10.2 Es ist Ihnen nicht gestattet, den Quellcode der Software oder Teile davon zu kopieren, zu verändern, darauf basierende Werke zu erstellen, ihn zurückzuentwickeln, zurückzuassemblieren oder auf andere Weise zu extrahieren. Es ist Ihnen zudem nicht gestattet, einem Dritten dieses Recht zu gewähren, es sei denn, dies wurde Ihnen ausdrücklich oder per Gesetz gestattet oder es wurde schriftlich mit Google eine anders lautende Vereinbarung getroffen, die dieses Vorgehen ausdrücklich erlaubt.

Da fragt mich sich ob Google überhaupt noch ein Open Source Projekt ist…

Im bereits breitgetreteten Comic auf Seite 36 findet man diese “Aussage” von Chris DiBona, Open Source Programs Manager:

Google Chrome Open Source?

Google Chrome Open Source?

Ganz oben bei der EULA gibts noch folgenden Hinweis:

Der Quellcode für Google Chrome ist unter Open-Source-Softwarelizenzvereinbarungen unter http://code.google.com/chromium/terms.html kostenlos erhältlich.

Da läuft das Projekt unter dem Namen Chromium.

Beim Wikipedia Artikel steht, dass es sich dabei um die Code Basis von Chrome handelt.

Na toll ^^

Edit: Ich seh gerade, dass bei datenschutzbeauftrager-online auch die EULA kritisiert wird.