Zum Geburstag hab ich hab einen richtigen geilen PowerMac G4 (AGP) bekommen. (Und gleich darauf noch mein Weihnachtsgeschenk im vorraus, ne Airport Karte, die ich sofort eingebaut habe.^^)
Die Rennsemmel (immerhin 400Mhz mit 512 MB RAM) wurde bei Ebay gekauft, ist in einem guten Zustand, allerdings war weder MacOS (X) noch Zubehör dabei. Aber umso besser für einen kleinen Bastler wie mich.
Es ist auch nicht die Standardgrafikkarte ATI Rage 128 Pro drin, sondern laut lspci ne Geforce 2 MX/400, die glaub ich später sogar als BTO Option verfügbar war.
Hier nun ein paar erste Eindrücke…
Der Mac ist echt klasse, auch von innen ist alles da wo es sein sollte, optional kann ich sogar noch den Arbeitsspeicher auf 2 GB aufrüsten und 3 weitere Festplatten einbauen. Lautsprecher (mono) sind integriert und reichen erstmal so aus.
Bei der Gentoo Installation hab ich mich an das toll dokumentierte Handbuch gehalten, dieses mal ohne Experimente und eben ne einfache Stage 3 Installation durchgeführt. (vor vier Jahren hab ich mal gemeint, ich müsste auf nem 167 MHzler x86 @ 48 MB RAM ne Stage 1 Installation machen, selbst ohne grafische Spielereien wie KDE/Qt hat das über 10 Tage gedauert ^^)
Ungewohnt im Vergleich zur x86 Installation war die Festplattenpartitonierung bei PPC mit der Apple Bootstrap (HFS) und der Partion Map, allerdings war das mit mac-fdisk kein großes Ding. Auch später bei der Konfiguration des Bootloaders yaboot mit Hilfe von mkofboot (richtet die Bootstrap Partition ein) ging alles glatt. In der yaboot.conf hab ich noch nachträglich einen mit genkernel erstellen Kernel (tolles Deutsch) nachgetragen. Mach ich immer so, ist mir schon passiert, dass der eigene gebackne Kernel nen Panic nach sich zog und ich hasse es, wenn man über die CD nochmal ins chroot muss.
Es gab also eigentlich bei der grundlegenden Installation keine Probelme, abgesehen von der Zeit. Er spuckt im Moment immer noch das aktuelle Datum minus eine Stunde und dann “Local time zone must be set–see zic manual page 2008″ aus, allerdings stört mich das jetzt erstmal weniger. Ab und wann meckert er halt nach dem herunterladen von Dateien, dass der Zeitstempel in der Zukunft liegt. Änderungen an der /etc/conf.d/cloc wie erst hier vorgeschlagen haben nichts bewirkt, aber da werd ich mich in Ruhe damit nochmal befassen, dass auch die Uhr stimmt.
Nachdem das System nach dem Neustart oben war, wollt ich natürlich erstmal mein Fluxbox zum laufen kriegen. Allerdings ist mir da erst wieder eingefallen, dass es keine offiziellen PPC Treiber für Nvidia/ATI unter Linux gibt. (hab gleich mal noch bei dieser Petition meinen Servus druntergesetzt)
xorgconf und xorgcfg haben dann mehr weniger brauchbare xorg.confs ausgespuckt, wie das meist so ist muss man noch ein wenig Hand anlegen. Das “dri” Modul machte indirekt Probleme, mein alter Belinea Monitor sei nicht DRI capable. Nach ein paar Spielereien war das aber auch kein Hindernis mehr und ich hab mich zumindest mal an einem blanken aber schlanken Fluxbox Desktop erfreut.
Ich wollte relativ schnell versuchen, den PowerMac mit meinem MacBook Pro über Bluetooth oder Airport zu verbinden, da einer der beiden ansonsten ohne Netzwerkanschluss dastand. Es gibt in meinem Zimmer einen Ethernetanschluss, den anderen müsste ich sonst umständlich aus dem Nachbarraum unterm Bett zum Mac führen. Es war so geplant, dass ich bei meinem MacBook die Internetverbindung freigebe und dann der PowerMac so ins Netz kommt. Das Funkreichweite des WLAN Netzes reicht nicht bis in mein Zimmer hoch, und an der Infrastruktur der Hardware wollt ich erstmal nichts ändern.
Leider hat das alles nicht so ganz funktioniert wie ich mir das gedacht habe.
Erst mal zum Problem WLAN bez. Ad-Hoc Netzwerk:
Ich hab versucht über beide Macs ein Ad-Hoc Netzwerk zu Errichten, erstmal getreu dieser Anleitung. Aufm MacBook hab ich iStumbler laufen lassen, der mir genauere Informationen über die richtige Konfiguration liefern sollte. Allerdings hat der PowerMac, sobald ich über iwconfig die ESSID gesetzt habe, ein eigenes Netzwerk aufgebaut und nicht wie geplant zu dem bereits bestehnden vom MBP verbunden. Anderstherum, also den PowerMac als Host, wars besser, zumindest hat das MBP kein neues Netzwerk aufgebaut. Da es über Ad-Hoc ja kein DHCP gibt, muss man die IPs vergeben, allerdings wurden auch danach keine Pings empfangen.
Ein Problem, was jetzt bestimmt auch besteht, ist dass ich meistens nachts an der Kiste sitze und meine Konzentration immer mehr nachlassend mich irgendwas simples übersehen lässt. Hab irgendwo auch gelesen, dass die WLAN Adapter Ad-Hoc fähig sein müssen, allerdings ist das bei den Airport Karten afaik der Fall.
Auf ProLInux hab ich noch eine weitere Anleitung gefunden, die ich allerdings erst noch ausprobieren muss.
Nun zum “Bluetooth Problem” *g*:
Ich hab einen MSI Bluetooth Adapter den ich an den PowerMac gesteckt habe. In diesen beiden HOWTOS von gentoo-wiki werden viele alternative Lösungswege angeboten, allerdings scheiterten die meist an der Passwortabfrage vom MBP. Das PAN (Personal Area Netzwork) vom PowerMac hab ich (nach dem beschriebenen Vorschritten aus der Anleitung) mittels
pand --listen --role NAP
auf eingehende Anfragen gesetzt. Das MBP hat das PAN auch erkannt, allerdings wollte er bei der Vebindung unbedingt ein Passwort haben. Auch wenn keines gesetzt war. Als ich dann nachgegeben habe, und eins gesetzt hatte, brachte das aber ebenfalls nicht den gewünschten Erfolg. Auch die direkte Verbindung über die MAC Adressen der Bluetoothgeräte wurde zurückgewiesen.
Also durfte ich doch erstmal das 25 Meter Ethernetkabel durchs zwei Zimmer querlegen. Gentoo ohne Portage mit Internet macht nur halbsoviel Spass. Vorallem wenn man die lesenswerten und interessanten Tips und HOWTOs von (de).gentoo-wiki.com ausprobieren will.
Erstes Zwischenfazit: Die wichtigen, grundlegenden Sachen laufen – am Rest muss noch gebastelt werden.
Tolle Sache für einen Studenten in der Vorlesungsfreienzeit!
Achja: Mein Ziel ist es vlt die Kiste fürs Wohnzimmer herzurichten, wobei ich mich kaum trauen werde die Graka übern DVI mit teuren TV zu verbinden. ^^